Unser Besuch in Polen 2016

Der Besuch wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert. 

„W zdrowym ciele zdrowy duch.“ Dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist steckt, stellten unsere Achtklässler zusammen mit ihren polnischen Austauschschülern in einer ereignisreichen Woche in Świecie unter Beweis. So ging es nach unserer Ankunft am Flughafen Bromberg in Xantens Partnerstadt Świecie, gelegen in der nördlichen polnischen Provinz Kujawien-Pommern, und mit rund 25.000 Einwohnern ähnlich groß wie die Römerstadt am Niederrhein.  

In freudiger Erwartung  des Kennenlernens ihrer polnischen Austauschpartner stiegen die insgesamt 13 Xantener Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau van Stephaudt und Herrn Antczak am nächsten Tag in den Bus, der sie ins nahegelegene Tlén fuhr, wo bei sportlich-aktiven Integrationsspielen auf dem weitläufigen Gelände des Hauses das Kennenlernen wie von selbst klappte. Nach einem leckeren Grillabend bei Lagerfeuer ging es für die deutschen Jugendlichen zurück nach Świecie, um sich nach einem Tag voller Bewegung, Essen und Unterhaltung für den folgenden Tag in den polnischen Familien auszuruhen.  

Der Tag in den Familien verlief individuell, einige Familien zeigten ihren deutschen Austauschpartnern die nahegelegene Ostseemetropole Danzig, während andere Schüler die Umgebung Świecies kennenlernten oder sich in Freizeitparks, Kletterparks oder Spaßbädern vergnügten. So verschieden die Tage verliefen, so ähnlich war das Fazit am Abend: „Das war ein super und abwechslungsreicher Tag, wir konnten uns richtig gut kennenlernen und haben schöne Sachen gemacht!“.

Am Montag stand nun der erste Besuch in der Schule an. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin Wioletta Kufel vom „Gimnazjum nr 2 Mikołaja Kopernika“ hieß es, dem Motto der Woche erneut Ehre zu machen. Laute Beats und Bässe erklangen aus der Sporthalle, in der die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Fitnessstunde zunächst an ihrem Körper arbeiteten, ehe nach einer kleinen Stärkung in der Mensa auch der darin wohnende Geist nicht zu kommen kam, experimentierten die Jugendlichen unter Anleitung einer Künstlerin mit Farben und Formen und konnten ihrer künstlerischen Freiheit freien Lauf lassen. 

Zu jedem Austausch gehört selbstredend auch ein Besuch des Unterrichts der Gastgeber, ehe es dann zur Begrüßung durch den Bürgermeister ins Rathaus ging, der nicht nur die Partnerschaft der beiden Schulen, sondern auch die der Städte Świecie und Xanten als einen wichtigen Teil der polnisch-deutschen Beziehungen und Freundschaft bezeichnete. Nach einem Besuch des lokalen Wasserschlosses endete der Tag im Wasser. Genaugenommen im Spaßbad vor den Toren der Stadt, in dem die polnischen und deutschen Schülerinnen und Schüler beim Schwimmen, Ballspielen, Entspannung im Whirlpool oder Wettrutschen ihren Spaß hatten. 

Die nächsten beiden Tage standen ebenfalls unter dem Motto des Austauches: In der Großstadt Torun wurden in einer Manufaktur Seife und Kerzen selbst hergestellt, etwas über den aus Torun stammenden Astronomen und Geographen Nikolaus Kopernikus- zugleich Namenspatron der polnischen Schule- gelernt, um nicht zuletzt mit den köstlichen Lebkuchen die Spezialität der Stadt auch kulinarisch zu erkunden. 

 

Die dadurch gewonnenen Pfunde konnten aber bereits am nächsten Tag mehr als abgebaut werden, begann der Tag doch mit einer gemeinsamen Sportstunde, gefolgt vom „Piratentag“ der Erstklässler des Gimnazjum nr 2, an dem die deutschen Jugendlichen mit viel Spaß teilnahmen und lustige, sportliche, aber auch kniffelige Aufgaben zu meistern hatten. Daran schloss sich nahtlos der „Bunte Abend“ an, an dem bei Pizza, Kuchen und anderen Leckereien die Preise für die tags zuvor in Torun aufgenommen „verrückten Selfies“ verliehen, gemeinsam die Fotos der Woche angesehen oder in der Schülerdisco das Tanzbein geschwungen wurde. 

Wie gut sich die Schülerinnen und Schüler beider Seiten verstanden und kennengelernt hatten, sah man, als am Freitag das Ende des Austausches unweigerlich näher rückte und so etwas wie eine leicht gedrückte Stimmung ob des nahenden Abschieds festzustellen war. Die polnischen Jugendlichen begleiteten die Xantener nach Bromberg, von wo am Abend der Flug zurück in die Heimat gehen sollte. Nach ein paar „Strikes“ in der Bowlinghalle und dem Kauf des einen oder anderen Mitbringsels im nahegelegenen Einkaufzentrum war am Flughafen der Zeitpunkt des (vorläufigen) Abschieds gekommen. Mit feuchten Augen, Tränen und Trennungsschmerz, aber auch mit jeder Menge toller Erfahrungen und Erinnerungen endete die Woche bei den neu gewonnenen Freunden in Świecie, auf deren Rückbesuch im Mai sich alle Teilnehmer des Polen-Austausches 2016/17 mehr als freuen. 

 

Hendrik Antczak

Austausch mit unserer polnischen Partnerschule 08.05.2016 – 13.05.2016

Der Austausch wird vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert.

Tag 1

Als unsere polnischen Freunde um ca. 8 Uhr mit ihrem Bus auf den Schulhof gefahren kamen, war die Wiedersehensfreude groß. Nach ein paar Umarmungen wurden die Gäste auf ihre deutschen Gastgeber verteilt und hatten nun die Gelegenheit in den Familien Zeit zu verbringen und sich auszuruhen. Es gab Gruppen, die z. B. gemeinsam zum Hafen gefahren sind und Schüler, die es vorzogen, gemeinsam mit den Familien etwas zu unternehmen. Am Abend gab es noch ein kleines Lagerfeuer bei dem viel gelacht und gequatscht wurde. Nach all den verschiedensten Aktivitäten fielen alle am Abend todmüde ins Bett.

Tag 2

Am Montag, dem zweiten Tag des Austausches, stand ein ganztägiger Ausflug nach Düsseldorf an. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter, Herrn Klaßen, einer Power-Point-Präsentation über unsere Schule und einer kleinen Schulführung, fuhren wir um 9 Uhr mit dem Bus nach Düsseldorf. Als wir in Düsseldorf ankamen, hatten wir Zeit um die Stadt zu besichtigen und Selfies für unseren „Verrückte Selfies Wettbewerb“ zu machen. Nach ca. 2 ½ Stunden fuhren wir gemeinsam den Rheinturm hoch. Von dort aus hatten wir einen tollen Ausblick über ganz Düsseldorf und eine gute Möglichkeit Erinnerungsfotos zu machen. Anschließend sind wir zum Landtag gelaufen. Wir bekamen dort eine exklusive Führung im neuen Besucherzentrum und wurden mit Kuchen und Getränken versorgt. Am Ende hatten wir noch die Möglichkeit der Landtagsabgeordneten Frau Marie-Luise Fasse Fragen zu stellen und mit ihr eine Diskussion zu führen. Als wir um 18:30 Uhr wieder an der Schule ankamen, entschlossen sich einige der deutschen Gastgeber gemeinsam noch in der Xantener Innenstadt Zeit zu verbringen, bis um ca. 21 Uhr der Tag für alle zu Hause endete.

Tag 3

Am Dienstagmorgen haben die polnischen Schüler gemeinsam in der Schule gefrühstückt. In der zweiten Stunde sind die polnischen Austauschschüler mit in den Unterricht gekommen, wo sie den deutschen Englisch-/Deutschunterricht kennengelernt haben. Bis zum Mittagessen in der Mensa haben die polnischen Schüler eine Stadtrally durch Xanten gemacht. Nachmittags gab es eine Domführung und Integrationsspiele, wo wir in gemischten Teams gut gemeinsam gearbeitet haben. Die Integrationsspiele haben uns an dem Tag am besten gefallen.

Tag 4

Mittwochmorgen haben die polnischen Schüler gemeinsam mit Herrn Schroers das APX besichtigt und etwas über die römische Kleidung gelernt. Zum Mittagessen gab es Pizza und Nachtisch, den die polnischen Schüler gemeinsam zubereitet haben. Am Nachmittag sind wir vom Xantener Bahnhof nach Oberhausen gefahren. Auf der Zugfahrt hatten wir gemeinsam viel Spaß. In Oberhausen angekommen, haben wir die Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer besucht. Danach konnten wir bis der Zug kam noch im Centro shoppen gehen.

Tag 5

Am Donnerstag, den fünften Tag der Austauschwoche, machten unsere Austauschschüler eine Besichtigung der Landmaschinenfirma Lemken, während die deutschen Schüler die ersten vier Stunden Unterricht hatten. Um 13:15 Uhr trafen wir uns in der Mensa wieder, wo wir gemeinsam zu Mittag aßen. Nach dem Mittagessen gingen wir zur Dombauhütte und teilten uns in zwei gemischte Gruppen. Die erste Gruppe ging im Dom nach oben ins Gewölbe und die zweite Gruppe machte ein Steinmetzseminar, bei welchem jede/r Schüler/in einen Stein mit seinem Wunschmotiv gestalten konnte. Diese durften wir mit nach Hause nehmen. Dann wurden die Gruppen getauscht. Es folgte eine Dreiviertelstunde Freizeit. Um 18:00 Uhr trafen wir uns dann wieder an der Schule für den Abschiedsabend und die Siegerehrung der verrückten Selfies.

Tag 6

Am Freitag, dem letzten Tag der Austauschwoche, hatten die deutschen Schüler wieder die ersten vier Stunden Unterricht, während die Gastschüler eine Auswertung des Programms machten, noch Freizeit in der Stadt hatten und Minigolf spielen waren. Um 13 Uhr trafen wir uns dann wieder zum gemeinsamen Mittagessen im „Weißen Haus“. Nachdem alle gegessen hatten, fuhren wir um 14 Uhr mit dem Bus nach Duisburg. Dort machten wir, bei gutem Wetter, eine zweistündige Hafenrundfahrt. Danach fuhren wir zum Duisburger Hauptbahnhof, wo wir noch eine Stunde Zeit zur freien Verfügung hatten. Die letzte Stunde unserer gemeinsamen Zeit ging sehr schnell vorbei. Nun mussten wir uns von unseren Austauschschülern verabschieden, fast allen kamen die Tränen bei der Verabschiedung. Als der Bus unserer Gastschüler los fuhr und hinter der Kurve verschwunden war, fuhren auch wir mit dem Bus in Richtung Xanten los.

(Esther Ingenhaag, Hannah Marie Bovet, Benedikt Herlitzius)